Netzplanung für Trinkwassernetze
Werkstoffe, Druckzonen und Verlegeverfahren
- Werkstoffwahl zwischen duktilem Guss, PE 100 und PE 100-RC oder Stahl, abhängig von Bodenverhältnissen, Druckstufe und Verlegeverfahren
- Druckzonenkonzepte, Hochbehälter, Druckerhöhungs- und Druckminderungsanlagen
- Offene Bauweise oder grabenlose Neulegung nach DVGW GW 321 (steuerbares Spülbohrverfahren), GW 322-1 (Press- und Ziehverfahren) und GW 323 (Berstlining)
- Hausanschlussleitungen, Übergabestellen und Messeinrichtungen
- Verbindliche Kosten- und Terminschätzung als Grundlage Ihrer Investitionsplanung
- Kaum ein Versorger kann sein Netz in einem Zug erneuern. Wir helfen dabei, die knappen Mittel dorthin zu lenken, wo sie den größten Effekt haben:
- Zustandsbewertung auf Basis der Netz- und Schadensstatistik nach DVGW W 402
- Wasserbilanz, spezifischer realer Wasserverlust und ILI-Kennzahl nach DVGW W 392
- Rehabilitationsstrategie und Priorisierung der Maßnahmen nach DVGW W 403
- Bewertung, ob Reparatur, Sanierung oder Erneuerung im Einzelfall die richtige Antwort ist
- Auswertung der Bestandsdaten auf verbliebene Bleileitungen, deren Austauschfrist nach § 17 TrinkwV im Januar 2026 ausgelaufen ist
Unsere Netzplanung berücksichtigt:
- Trinkwasserverordnung 2023 mit verpflichtender Gefährdungsanalyse und Risikomanagement über die gesamte Versorgungskette
- Neue Überwachungsparameter, unter anderem den PFAS-Summenwert, der seit dem 12. Januar 2026 gilt
- Wasserhaushaltsgesetz, Landeswassergesetze und die Verordnungen der Wasserschutzgebiete
- Fördermöglichkeiten für Netzerneuerung und Digitalisierung, inklusive Antragsbegleitung
Häufige Fragen zur Netzplanung im Trinkwasserbereich
Wann brauchen wir ein kalibriertes Netzmodell?
Sobald Entscheidungen mit größerem Investitionsvolumen daran hängen. Für die Beurteilung einer einzelnen Leitungserneuerung reicht oft eine überschlägige Berechnung. Für Druckzonenumbauten, Behälterdimensionierung, Löschwassernachweise oder die Anbindung eines Neubaugebiets brauchen Sie ein Modell, das an Messwerten aus Ihrem Netz geeicht ist.
Welche Daten müssen wir für eine Rohrnetzberechnung liefern?
Im Idealfall den GIS-Datenbestand mit Werkstoff, Nennweite, Baujahr und Höhenlage, dazu Jahresverbräuche, Tagesganglinien und vorhandene Druckmessungen. Fehlende Daten sind kein Ausschlusskriterium. Wir arbeiten regelmäßig mit lückenhaften Altbeständen und ergänzen die kritischen Stellen durch Nachvermessung und temporäre Messkampagnen.
Planen Sie auch die Löschwasserversorgung?
Ja. Der Löschwassernachweis nach DVGW W 405 ist Bestandteil unserer Netzberechnung. Wo das Netz den Bedarf der Feuerwehr nicht hergibt, zeigen wir die Alternativen auf, etwa Löschwasserbehälter oder unabhängige Löschwasserentnahmestellen.
Was bringt eine Wasserbilanz nach DVGW W 392?
Sie macht sichtbar, wo Wasser verloren geht und wie Ihr Netz im Vergleich dasteht. Der ILI setzt den realen Wasserverlust ins Verhältnis zu Netzlänge, Anschlussdichte und Betriebsdruck. Erst diese Kennzahl macht den Zustand über Jahre und zwischen Versorgern vergleichbar.
Netzplanung, die im Betrieb hält
Neubau, Netzerneuerung oder die Integration eines neuen Versorgungsgebiets: Wir liefern Ihnen eine Netzplanung mit gerechneten Nachweisen, hygienischem Weitblick und einem Maßnahmenplan, der zu Ihrem Budget passt.
Sie haben noch Fragen? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Anliegen rund um Netzplanung, Rohrnetzberechnung und Trinkwassernetze.